Jeden Morgen dreht sie eine kleine Sanduhr, skizziert Strichmenschen in ungewöhnlichen Posen und stoppt konsequent nach fünf Minuten. Überraschend: Zwei dieser Mini-Skizzen wurden später Buchcharaktere. Der spielerische Start entlastet Perfektion, wärmt die Hand auf und füttert zuverlässig den Ideenpool.
Er beginnt genau um neun mit einem Fünf-Minuten-Bugfix, stets klein genug für einen sofortigen Commit. Danach fließt die Arbeit leichter, weil das Repositorium ihn bereits „willkommen“ heißt. Diese frühe Bestätigung reduziert Widerstand, schafft Klarheit und beruhigt das Gefühl unendlicher, abstrakter Aufgabenlisten.
Zwischen Proben stellt sie den Küchentimer, formuliert in fünf Minuten die stärkste Konfliktfrage einer Szene und schreibt drei mögliche Wendungen. Mehr braucht es nicht, um am Nachmittag eine Richtung zu haben. Die knappe Form schützt Neugier und hält Dialoge frisch.

Nutze ein Blatt Papier, eine App oder ein Tabellenblatt. Notiere Datum, Startzeit, Fokusgebiet, Abschluss und Stimmung danach. Dieses kleine Protokoll macht Fortschritt fühlbar und hilft, optimale Uhrzeiten, Umgebungen sowie hilfreiche Auslöser zu erkennen, um die Wirkung stetig zu steigern.

Finde zwei Kolleginnen oder Kollegen, tauscht eure Fünf-Minuten-Ergebnisse wöchentlich aus und setzt kleine Experimente. Ein Screenshot, eine Skizze, drei Zeilen Code genügen. Gemeinsames Dranbleiben macht Spaß, weitet Perspektiven und schützt vor dem Alleingang, in dem Projekte zu leicht versanden.

Reserviere einmal pro Woche zehn ruhige Minuten für eine Mini-Retrospektive: Was hat funktioniert, wo gab es unnötige Reibung, welcher Auslöser war stark? Zelebriere kleine Siege, formuliere nächste Experimente und verankere bewährte Muster, damit die Routine lebendig bleibt und mit dir mitwächst.